Was kostet eine App?
Die ehrliche Antwort: deutlich mehr als eine Website – und manchmal ist die beste Antwort, gar keine App zu bauen. Hier sind die Zahlen und die Frage, die du dir vorher stellen solltest.
Die drei Kostenklassen im Überblick
App-Preise streuen noch stärker als Website-Preise, weil hinter „App“ alles stecken kann – vom digitalen Terminplaner bis zur Plattform mit tausenden Nutzern. Grob lassen sich drei Klassen unterscheiden:
- Einfache App (MVP): wenige Kernfunktionen, keine komplexe Server-Logik – ab etwa 15’000–30’000 CHF. Sinnvoll, um eine Idee mit echten Nutzern zu testen.
- App mit Backend: Logins, Nutzerrollen, Daten-Synchronisation, Push-Benachrichtigungen – etwa 30’000–80’000 CHF, je nach Umfang.
- Komplexe Plattform: Zahlungen, Schnittstellen zu Drittsystemen, Echtzeit-Funktionen, hohe Nutzerzahlen – ab 80’000 CHF, nach oben offen.
Warum Apps teurer sind als Websites
Eine App ist Software, keine Seite: Sie braucht durchdachte Bedienflüsse, ein Backend für Daten und Logins, und sie muss auf zwei Plattformen laufen – iOS und Apple-Review auf der einen, Android und Play Store auf der anderen Seite. Wer aus einer gemeinsamen Codebasis für beide Plattformen baut (z. B. mit modernen Cross-Plattform-Frameworks), zahlt für die zweite Plattform keinen doppelten Preis – aber sie ist auch nie gratis.
Dazu kommen laufende Kosten, die viele Angebote verschweigen: das Apple-Entwicklerkonto (99 USD pro Jahr), das Google-Play-Konto (25 USD einmalig), Backend-Hosting, Betriebssystem-Updates jedes Jahr und Fehlerbehebungen. Realistisch solltest du pro Jahr etwa 10–20 Prozent der Baukosten für Pflege einplanen.
Die wichtigere Frage: Braucht deine Firma überhaupt eine App?
Ehrliche Antwort: oft nicht. Eine App lohnt sich, wenn Menschen sie wiederkehrend nutzen sollen (Buchungen, Kommunikation, interne Abläufe), wenn sie Gerätefunktionen braucht (Kamera, Push, offline) oder wenn sie ein Kernstück deines Geschäftsmodells ist.
Wenn du vor allem gefunden werden und informieren willst, ist eine schnelle Website fast immer die bessere Investition: Sie ist günstiger, über Google auffindbar (Apps sind es nicht) und ohne Store-Hürden sofort aktuell. Viele „App-Ideen“ lassen sich zudem als Web-App im Browser umsetzen – ohne Store, ohne Review, für einen Bruchteil der Kosten.
- App sinnvoll: wiederkehrende Nutzung, Push-Benachrichtigungen, Offline-Betrieb, Gerätefunktionen, interne Prozesse.
- Website/Web-App besser: Sichtbarkeit bei Google, Informationsangebote, seltene Nutzung, kleines Budget.
- Warnsignal: Wer dir eine „App ab 2’000 Franken“ verspricht, verkauft dir meist eine verpackte Website – mit allen Nachteilen beider Welten.
Unser Fazit
Eine App ist eine Investition in fünfstelliger Höhe – und die soll sich rechnen. Deshalb sagen wir es lieber vorher: Wenn eine Website oder Web-App dein Ziel günstiger erreicht, empfehlen wir dir die, auch wenn wir damit ein kleineres Projekt verkaufen.
Wenn es eine App sein soll, arbeiten wir projektbasiert: Du nennst uns Idee und Budgetrahmen, wir sagen dir ehrlich, welcher Funktionsumfang dafür realistisch ist – und womit du sinnvoll startest, statt alles auf einmal zu bauen.
